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Samstag, 15. Februar 2014, 20 Uhr 
Eisenwerk, Frauenfeld

fresu, bonaventura & favre

Daniele di Bonaventura, Bandoneon
Paolo Fresu, Trompete, Flügelhorn                                
Pierre Favre, Perkussion

Mit Paolo Fresu, Daniele di Bonaventura und Pierre Favre finden sich drei kongeniale Musiker in einem Trio, das so erstmals auf der Bühne steht. Schon längere Zeit arbeitet der bekannte sardische Trompeter Paolo Fresu mit dem Bandoneonvirtuosen Daniele di Bonaventura zusammen. Paolo Fresu zählt nicht nur in Italien, sondern europaweit zu den wichtigsten Vertretern seines Instrumentes. Neben seinen jazzorientierten Bands widmet sich Fresu vermehrt den musikalischen Wurzeln seiner Heimat. Ebenso vielseitig ist Daniele di Bonaventuras Hintergrund als Bandoneonist. Neben seiner Zusammenarbeit mit renommierten Grössen des Jazz engagiert sich Bonaventura auch in klassischen Projekten und als Komponist von Filmmusik. Ihre gemeinsame Liebe zur mediterranen Volksmusik, ihre Virtuosität und ihre leidenschaftlichen Improvisationen machen sie zu einem der attraktivsten Duos der aktuellen Musikszene. Pierre Favre, der grosse Schweizer Perkussionist, wird mit seiner Sensibilität und Kreativität die Musik des italienischen Duos auf unvergleichliche Art bereichern und inspirieren.

paolo_fresuPaolo Fresu (* 10. Februar 1961 in Berchidda, Sardinien) ist ein italienischer Jazztrompeter, Flügelhorn-Spieler und Komponist.
Er studierte bis 1984 am Konservatorium von Sassari und besuchte danach die Universität für Musik und Bildende Künste in Bologna als Schüler des Trompeters Enrico Rava. Bereits 1985 veröffentlichte Fresu sein erstes Album Ostinato. Im folgenden Jahr 1986 begleitete er Tommaso auf einer USA-Tournee. Die folgende Zusammenarbeit mit Furio Di Castri (Bass) und Aldo Romano (Schlagzeug) war äußerst erfolgreich.
Paolo Fresu trat mit seinem Angel Quartet mit Nguyên Lê, Antonello Salis, Furio Di Castri und Roberto Gatto auf, sowie mit dem Paolo Fresu Quintet and Sextet, mit Tino Tracanna (sax), Roberto Cipelli (p), Attilio Zanchi (b), Ettore Fioravanti (dr); im Duo mit Furio di Castri, im Trio mit Di Castri und James Taylor (The Open Trio), der Band Palatino (mit Glenn Ferris, Michel Benita und Aldo Romano), der Formation P.A.F. (mit Furio di Castri und Antonello Salis) sowie mit Jon Balke und Pierre Favre (Fresu-Di Castri-Balke-Favre) und der Band Paolo Fresu Euro4th.
Sein Stil wird oft mit dem des Miles Davis der 1950er Jahre verglichen. In seinen späteren Werken, wie Ensalada Mistica 1994 mit Gianluigi Trovesi aufgenommen oder dem im Jahr 2000 bei RCA Victor eingespielten Album Melos emanzipierte er sich von seinem Frühstil.[1] Seit 1989 ist er Direktor des Nuoro Jazz Seminars in Italien. 2007 nahm er mit Richard Galliano und Jan Lundgren für das ACT-Label das Album Mare Nostrum auf, das 2011 für 10.000 verkaufte Einheiten in Deutschland mit Gold ausgezeichnet wurde [2] und spielte auf dem JazzBaltica Festival.
Im Laufe seiner Karriere wirkte Fresu bei Schallplatteneinspielungen von Gianluigi Trovesi (Roccellanea, 1983), Paolo Damiani (Poor Memory, 1987), Paolo Carrus (Sardegna Oltre Il Mare, 1992; Odras, 1997), Furio Di Castri (Urio, 1993; Fellini, 1999), Michel Portal (Cinémas, 1995), Giorgio Gaslini (Jelly’s Back in Town, 1996) sowie Guido Manusardi (The Village Fair, 1996) mit. Mit Enrico Rava spielte er Würdigungen an die Trompeter-Idole Miles Davis und Chet Baker ein (Shades of Chet, 2001; Play Miles Davis, 2002). Mit Carla Bley nahm er The Lost Chords Find Paolo Fresu, 2007 auf.

daniele_di_bonaventuraDaniele di Bonaventura, geboren in Fermo (Marken), ist Komponist und Arrangeur, Pianist und Bandoneon-Spieler. Er hat seit Beginn seiner Tätigkeit, ein starkes Interesse an improvisierter Musik. während eine klassische musikalische Ausbildung Extraktion (Diplom in Komposition) gestartet nur 8 Jahre lang Klavier, Cello, Komposition und Dirigieren.
Seine Kollaborationen von Klassik bis Moderne, von Jazz bis Tango, ethnischer Musik bis hin zu Worldmusic, mit Ausflügen in die Welt der Theater-, Film und Tanz.
Mittelmeer Sounds in Roccella Jonica '87 und '88, Jazz & Bild von Villa Celimontana in Rom, Ravenna Jazz 2000 Jazz Clusone Venedig 2001 Biennale 2001 Sant'Anna Arresi Jazz 2004: HAT IN führenden italienischen FESTIVAL UND INTERNATIONAL EINSCHLIESSLICH GESPIELT , Mantua Literatur Festival 2004; Cormòns 2005 Accademia Nazionale di Santa Cecilia Chamber Music Saison 2005 - '06; England - Music Festival Hall und Royal Festival Hall in London, Holland - Music Hall in Leeuwarden, Deutschland - 30. Deutsches Jazzfestival in Frankfurt, Berlin Jazz Festival, Ägypten - Cairo Opera House, Norwegen - Olavsfestdagen in Trondheim, Frankreich, Spanien, Schweiz, Portugal, Brasilien, Argentinien, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Albanien, Polen, Singapur und den USA.
Er hat gespielt, aufgenommen und mit Miroslav Vitous, Paolo Fresu, A Filetta, Enrico Rava, Oliver See, David Murray, Rita Marcotulli, David Liebman, Toots Tielemans zusammengearbeitet; Omar Sosa, Flavio Boltro, Joanne Brackeen, Greg Osby, Ira Coleman; Dino Saluzzi, Javier Girotto, Cesar Stroscio; Tenores Bitti, Enzo Favata; Aires Tango; Peppe Servillo David Riondino, Francis Sinatra, Kill Hannah, Lella Costa, Eugenio Allegri, Alessandro Haber, Giuseppe Piccioni, Mimmo Cuticchios; Custodio Castelo; Andrè Jaume; Tiziana Ghiglioni; Furio Di Castri, UT Gandi; Luis Agudo. In 2003 wurde die Marche Philharmonic Orchestra komponiert hat, durchgeführt und nahm die "Suite für Bandoneon und Orchester" commisionatagli genau das gleiche,. Salvatore Mereu und vor kurzem mit dem Regisseur von "Tanz in drei Schritten", der sein Lied wählte für seinen letzten Film Sonetàula.
'ETICHEETE RECORD veröffentlichte 30 Discs und Editionen: Via Veneto Jazz; Philologie; Manifest; Felmay; Amiata Rekorde; Splasc (H); World Music; CCn'C LPs und für Dodicilune das neueste Werk mit dem Titel " Singen auf der Erde. "Neueste Zusammenarbeit sind diejenigen mit Miroslav Vitous, der ihn eingeladen, an der letzten CD namens Universal-Syncopation II von der renommierten deutschen Label ECM veröffentlicht, und die letzte mit Ornella Vanoni Festplatte beteiligen.

pierre_favrePierre Favre wurde im Schweizer Jura, in Le Locle, geboren und begann im Alter von 15 Jahren als Autodidakt Schlagzeug zu spielen. Mit 17 tritt er bereits als Berufsmusiker auf. Obwohl sein erster Kontakt mit der Jazzmusik das Be-Bop war, spielt er später in verschiedenen älteren Stilarten wie New-Orleans und Dixieland.
Gegen Ende der 60er Jahre entwickelt Pierre eine neue melodiöse Konzeption der Perkussion. Rund um das konventionelle Schlagzeug verändert sich sein Instrument. Es wird zu einem selbstständigen und sich selbst genügenden Klangkörper, dem er in Solokonzerten orchestrale Dimensionen entlockt.
Zu Beginn der siebziger Jahre schlägt Pierre jedoch den Weg ein, der ihn für seine Originalität bekannt machen sollte. Ohne sich dessen bewusst zu werden, nimmt Pierre immer mehr von der orchestralen Gesamtheit in sein Spiel auf. Er tritt als Soloperkussionist auf, und solange schon sind die Kritiker sich über die außergewöhnliche Qualität dieser Solos einig. In Favres Solokunst steckt nichts von jener demonstrativen Virtuosität, mit der die Grossen des Schlagzeugs brillant ihren Stil und ihre Begleittechniken vorführen. Ganz im Gegenteil findet sich bei Favre von Anfang an eine persönliche musikalische Vision: die Vision des perkussiven Klangs und darüber hinaus einer orchestralen Perkussion – im selben Sinn, wie eine Sonate für Piano zu verstehen ist. Die Chinesen schließlich, deren kollektives Gedächtnis eine viele tausend Jahre alte Kultur außerordentlicher Kontinuität umfasst, lassen sich da nicht täuschen: "Sie spielen wie unseren alten Meister", war da unter ihnen zu hören.
Seine Solokonzerte führen ihn in die ganze Welt. Er hat mit Musikern aus Afrika, Indien, China, Korea und Brasilien gespielt. Favre bleibt jedoch mit der europäischen Musik sehr verbunden. Pierre Favre widmet sich auch der Komposition. Er hat für eigene Projekte, Sinfonieorchester, Ensembles der neuen Musik sowie für das Theater und Tänzer komponiert. Er leitet Kurse mit dem Rhythmus als Hauptthema.

 

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